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Entwicklung einer Social Media Marketing Strategie

Entwicklung einer Social Media Marketing Strategie

Dass die Nutzung der Social Media für Unternehmen massenhaft Vorteile bringt, ist unbestritten. Die Frage ist nur, welche Social Media Marketing Strategie die besten Erfolge für Dein Unternehmen bringt und wie Du sie entwickelst. In diesem Ratgeber erklären wir Dir, 

• was eine Social Media Marketing Strategie ist, 
• wie Du sie Schritt für Schritt für Dein Unternehmen und Deine Zielgruppe entwickelst und 
• wie Du Deine Erfolge kontrollierst und die Strategie kontinuierlich weiter optimierst. 

 

Was ist eine Social Media Marketing Strategie und wozu brauchst Du sie überhaupt?

Eigentlich könnte doch alles so einfach sein: Du eröffnest einen Account bei Facebook, Instagram, YouTube oder Twitter und veröffentlichst spannende oder lehrreiche Beiträge. Deine Zielgruppe wird auf Dich und Dein Unternehmen aufmerksam und folgt Dir, kommentiert, beteiligt sich, teilt Deine Beiträge, sodass sich Deine Reichweite beständig erweitert. 

Eigentlich. Tatsächlich bist Du nicht der Einzige, der auf solche Ideen kommt, oder anders gesagt: Die sozialen Netzwerke laufen über von solchen spontanen Aktionen. Nur bringen sie in der Regel nichts. Denn ohne Strategie weißt Du weder, wer zu Deiner Zielgruppe gehört noch welche Beiträge ihr gefallen könnten, welche Aktionen Dich auf welchen Netzwerken voranbringen und dergleichen mehr. 

Sinn und Zweck einer Social Media Marketing Strategie ist es daher, diese und weitere Überlegungen zusammenzutragen, um alles, was Du in den sozialen Medien postest oder anstößt, Deinen Unternehmenszielen unterzuordnen. Anders als bei der privaten Nutzung von Facebook und Co. steht hier also nicht der Unterhaltungswert für Dich an erster Stelle. Sondern die Frage, was Du erreichen willst und wie Dir dies am besten gelingt. 

 

Smarte Zieldefinition: So legst Du realistische und überprüfbare Ziele fest

Ziele, wie man sie im Rahmen einer Social Media Marketing Strategie versteht, sind kein Wunschkonzert. Anderenfalls könntest Du es Dir einfach machen und Dir das Ziel setzen, innerhalb des kommenden Jahres eine Million Follower zu gewinnen und mindestens 10% davon zur Conversion zu bewegen. 

Das wäre schön, ist aber wenig realistisch. Um Ziele festzulegen, die sich im Rahmen einer Social Media Marketing Strategie nutzen und umsetzen lassen, verdeutliche Dir zuerst die Regeln der S.M.A.R.T.-Methode. Die einzelnen Buchstaben, aus denen sich der Begriff SMART zusammensetzt, stehen für Attribute, die Deine Ziele haben müssen. Konkret heißt das, Deine Ziele sind 
• spezifisch, konkret, 
• messbar oder überprüfbar, 
• aktiv ansteuerbar, 
• realistisch und relevant, 
• temporär definiert, also innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erreichbar. 

Darüber hinaus unterscheidet man taktische (kurzfristig: Wie? Auf welchem Weg?) und strategische Ziele (langfristig: mit welcher Ausrichtung?). 

Ein Beispiel soll dies verdeutlichen. Nehmen wir an, Du vertreibst Spielwaren aus Holz. 
K e i n smartes Ziel wäre es, wenn Du Dir vornimmst, jeden Monat 500 Produkte zu verkaufen. Geh stattdessen smart vor und lege fest: 

a) Für welches konkrete Produkt möchte ich als Erstes den Verkauf ankurbeln? 
b) Innerhalb welchen Zeitraumes soll dies geschehen? 
c) Wie kann ich die Social Media konkret nutzen, um dieses Ziel zu erreichen? 
d) Ist Deine Zielsetzung realistisch? 
e) Ist die zeitliche Terminierung einhaltbar? 

Du musst Dich natürlich nicht sklavisch an alle Vorgaben halten, wichtig ist aber, dass Du so konkret wie möglich formulierst. Außerdem müssen Deine Ziele überprüfbar sein, sowohl die langfristigen (Verkaufszahlen, Conversion) als auch die kurzfristigen (Zahl der Follower oder Likes erhöhen). Sind sie das, macht es auch nichts, wenn Du sie nicht sofort erreichst: Denn Du lernst daraus in jedem Fall, welche Ziele Du wie umsetzen kannst und welche eher nicht. 

Mit Bezug zu Deiner Social Media Marketing Strategie heißt das auch, dass es nicht so wichtig ist, ob Du 1.000 oder 2.000 Follower hast. Wichtiger ist, Deine Community zum Teilen und Mitmachen zu bewegen. Und langfristig sind Deine Ziele hier natürlich, Leads und Conversions zu erzielen und/oder häufig im Netz verlinkt zu werden. Das bedeutet: Auch für Deine Social-Media-Aktivitäten musst Du Dir smarte Ziele setzen, die Du messen und überprüfen kannst. 

Bevor Du also weiterliest: Notiere doch einfach mal die ersten Ziele, die Dir in den Kopf kommen. Oder setze dies zumindest an den Anfang Deiner To-do-Liste. Im Folgenden zeigen wir Dir, was noch alles hinzukommen muss, damit Deine Social Media Marketing Strategie heranreift und die erhofften Früchte trägt. 

 

Zielgruppen analysieren und bedienen

Wenn Du bereits eine Website betreibst oder auf anderem Wege Erfahrung mit dem Marketing gesammelt hast, weißt Du: Jede Maßnahme, die Du unternimmst, muss sich an Deiner Zielgruppe orientieren. Das gilt auch für Deine Social Media Marketing Strategie. 

Nun ist das so leicht zu verstehen, wie es leicht gesagt ist. Woher aber kannst Du wissen, wer zu Deiner Zielgruppe gehört? Dazu gibt es verschiedene Ansatzpunkte. Einer besteht darin, vom Produkt oder der Dienstleistung auszugehen, das/die Du anbietest. Wie Anwälte sich auf bestimmte Fachgebiete spezialisieren, sind auch Produkte oft viel spezifischer als man gemeinhin annimmt. Schließlich verkauft auch ein Schuhgeschäft nicht einfach nur Schuhe, sondern Damen-, Herren-, Kinder-, Teenie-,Senioren-, Sport-, Freizeit-, Business-Schuhe und so weiter. 

Eine weitere Möglichkeit bietet Dir online das Sammeln von Daten, beispielsweise über die Nutzung von Google Analytics und in Zukunft dann auch über die Social Media – sofern Du einen Business-Account anlegst. Denn Netzwerke wie Facebook oder Instagram stellen Dir zahlreiche Tools bereit, mit denen sich wichtige Daten über Deine Besucher sammeln lassen. 

Ein dritter Ansatzpunkt besteht darin, in einen echten Dialog mit Deiner Community zu treten. Gerade in der Anfangszeit ist dies noch leichter, wenn die Followerzahl gering ist. Stelle Dich allerdings darauf ein, dass hier eine hohe Fluktuation herrschen kann – vor allem auf Instagram sind die Follower wenig loyal. Auch sind hier viele Sammler unterwegs, die ausschließlich Beiträge liken oder kommentieren, um Aufmerksamkeit für den eigenen Account zu erhalten. 

Fokussiere Dich daher auf die Menschen, die wirklich Interesse an Dir und Deinem Angebot haben. Schau Dir ihre Profile an, versuche, etwas über sie herauszufinden, was nicht an den reinen Daten abzulesen ist. 

Und nun stell Dir vor, Du bist ein berühmter Schriftsteller oder Dramenschreiber und sollst aus all dem, was Du jetzt schon weißt und an Daten erhoben hast, Charaktere – oder Personas, wie man im Marketing sagt – erstellen. Gib Herrn oder Frau Mustermann einen Namen, lege das Alter fest, stell Dir das Aussehen vor, die Lebensumstände, den Wohnort, die Hobbys – werde auch hier wieder so konkret wie möglich. Und denke dann darüber nach, welche Art von Beiträgen dieser „Persona“ gefallen könnte. 

Worauf es in der Entwicklung Deiner Social Media Marketing Strategie also ankommt, ist, dass Du 
a) konkrete und belastbare Daten sammelst, 
b) diese Daten aber nicht als bloße statistische Werte und um ihrer selbst willen erhebst, sondern sie zu neuem Leben erweckst. 

Nicht nur die Interessen Deiner Zielgruppe solltest Du bei Deiner Social Media Marketing Strategie ins Auge fassen. Auch ihr Nutzerverhalten ist für Dich interessant. Denn 100.000 passive Follower bringen Dir zwar die Neugier von Mitbewerbern, die weniger Follower haben. Sie führen aber nicht die gewünschten Interaktionen aus, auf die es in den Social Media letztlich ankommt. Aus diesem Grund bringt es übrigens auch herzlich wenig, Follower oder Likes zu kaufen, aber das ist ein anderes Thema. 

Eine spannende Grafik zum Thema Nutzerverhalten stammt von dem Marktforschungsunternehmen Forrester Research beziehungsweise deren Autoren Charlene Li and Josh Bernoff, die bereits 2010 eine sogenannte Social-Technograph-Leiter entwickelten. 

Demnach werden die Nutzer nach ihrem Verhalten in Gruppen eingeteilt, nämlich als 

Creators, die selbst online aktiv sind und sich kreativ betätigen. Diese Gruppe sucht bevorzugt nach inspirierenden Beiträgen und gibt, wenn sie einmal gewonnen wurde, gern etwas zurück. 
Conversationalists, die auch in den sozialen Medien gern mal ein gepflegtes Gespräch führen. Sie suchen bevorzugt nach informativen Beiträgen und tauschen sich gern darüber aus. 
Critics, die viel kommentieren und rezensieren. Diese erreicht man sehr gut über bestimmte Fragestellungen am Ende eines Beitrags, die zu genau dieser Aktivität herausfordern. 
Collectors, die alles sammeln, was sich eventuell noch einmal gebrauchen lässt. Sie abonnieren und teilen interessante Inhalte gern. 
Joiners, die eher private Kontakte über die Social Media pflegen und sich an öffentlichen Diskussionen kaum beteiligen. 
Spectators, also Zuschauer, die sich überwiegend passiv verhalten und nach eher leichter Kost suchen. 
Inactives, die sich irgendwann einmal einen Account angelegt haben, weil sie sich für ein Angebot oder ein Unternehmen interessierten und über die Suchmaschinen darauf gestoßen sind. Für andere Themen sind sie schwer zu begeistern. 

Für Deine Social Media Marketing Strategie sind vor allem die Nutzergruppen wichtig, die Leben in die Bude bringen, die mitdiskutieren, teilen, etwas beitragen. Willst Du besonders viele Kreative begeistern, sollten auch Deine Beiträge kreativ gestaltet sein. Entsprechend benötigst Du einen Social Media Account auf einem Kanal, auf dem sich solche Beiträge hochladen lassen. 

Du siehst also: Sich mit der eigenen Zielgruppe zu befassen, ist auch der erste Schritt, um herauszufinden, welche Kanäle für welche Aktivitäten am besten geeignet sind. Im Zentrum sollte dabei immer die eigene Website stehen.

 

Wie machen die das bloß? Social Media Marketing Strategien von Mitbewerbern analysieren

Um deine Social Media Marketing Strategie zu planen, schaust Du Dir am besten einmal an, wie erfolgreiche Mitbewerber in den sozialen Medien aktiv sind. So kannst Du direkt an Beispielen aus Deiner Branche erkennen, was funktioniert und was keine oder nur wenig Resonanz hervorbringt. Eine Wettbewerbsanalyse kannst Du auf verschiedene Weisen vornehmen. 

Wenn Du Deine wichtigsten Mitbewerber kennst, gibst Du deren Unternehmensnamen einfach in eine Suchmaschine ein und fügst hinzu, was Du Dir anzeigen lassen willst, also beispielsweise „Unternehmen XY Facebook“. So gelangst Du direkt zum Account des Unternehmens und kannst Dich dort umsehen. Welche Beiträge und Kampagnen rufen besonders viele positive Reaktionen hervor? Welche werden eher ignoriert oder spöttisch kommentiert? 

Kennst Du Deine Mitbewerber nicht, suchst Du am besten nach ihnen, indem Du Dein Produkt oder Deine Dienstleistung als Suchbegriff eingibst. Du kannst dies auch durch die Angabe eines Ortes auf eine bestimmte Region begrenzen. Schau Dir die ersten zehn Einträge an (unterhalb der gesponserten Anzeigen) und besuche die Social-Media-Accounts der Unternehmen. 

Auf diese Weise erhältst Du erste Eindrücke davon, wie Inhalte aufbereitet und gepostet werden. Außerdem erfährst Du, welche Kanäle für Deine Social Media Marketing Strategie besonders geeignet sind. 

Eine zweite Methode besteht im sogenannten „Social Listening“. Ziel dieses Verfahrens ist es, herauszufinden, was über Dein Unternehmen oder über die Deiner Mitbewerber online bereits verbreitet und wie darüber geurteilt wird. 

Für die Suche benötigst Du ein Tool, das Dir alle entscheidenden Daten liefert. Ein solches Tool wie beispielsweise Talkwalker durchsucht soziale Netzwerke und andere Portale nach Informationen zu den eingegebenen Suchwörtern. So findest Du ohne großen Aufwand heraus, was wo und wie über ein Unternehmen geäußert wird. Du hast damit zudem die Möglichkeit, auf Konversationen zu Deinem eigenen Unternehmen zu reagieren oder wichtige Markenbotschafter ausfindig zu machen, die auch zu Influencern im Rahmen Deiner Social Media Marketing Strategie werden könnten. 

Willst Du Deine Mitbewerberanalyse auf fundierte Daten stützen, setzt Du darüber hinaus ein Tool wie Kompyte oder Swat.io ein. So erfährst Du, was die Konkurrenz wo und wie betreibt, wie erfolgreich sie damit ist und erhältst über das Social-Media-Monitoring hinaus noch weitere Daten, die beispielsweise das Ranking der Webseiten oder neu gestartete AdWords-Kampagnen Deiner Mitbewerber betreffen. 

Bei den genannten Maßnahmen geht es selbstverständlich nicht darum, jemanden heimlich auszuspionieren und seine Aktivitäten zu kopieren. Es geht einzig darum, Deine eigene Social Media Marketing Strategie zu präzisieren, indem Du an Beispielen lernst. Und es lassen sich viele weitere Schlüsse daraus ableiten. 

Vielleicht erkennst Du, dass Deine Branche in einem sozialen Medium stärker vertreten ist als in einem anderen – was ein Hinweis darauf sein kann, dass sie sich hier besonders gut darstellen lässt. Vielleicht bemerkst Du auch, dass ein Mitbewerber zwar viele Follower, aber nur wenige Interaktionen hat. Möglicherweise liegt das daran, dass seine Posts sich immer nur an eine bestimmte Nutzergruppe wenden? Interessant ist es zudem, sich anzuschauen, ob ein Mitbewerber in verschiedenen sozialen Medien vertreten ist und – falls es sich so verhält – ob er dort unterschiedliche Strategien anwendet. 

Sei Dir in jedem Fall gewiss: Die einzig perfekte Social Media Marketing Strategie gibt es nicht. Lerne von anderen, aber kopiere sie nicht, dann findest Du die Strategie, die am besten zu Dir und Deinem Unternehmen passt. 

 

Der Wahrheit ins Auge sehen: Social Media Audit

Durch Monitoring und Social Listening erfährst Du viel darüber, wie Dein Unternehmen wahrgenommen wird. Das ist wichtig, um Stärken und Schwächen zu identifizieren. Außerdem kannst Du speziell jene Bereiche, die im Netz positiv gewürdigt werden, weiter ausbauen oder in Deiner Social Media Marketing Strategie besonders berücksichtigen. 

Nutzt Du bereits soziale Medien für Dein Unternehmen, ergänzt Du die Analyse am besten durch ein Social Media Audit. Du betreibst also eine Art Inventur für Deine bisherigen Auftritte, Beiträge und Interaktionen. 

• Was hat sich als nützlich erwiesen und was nicht? 
• Worauf reagiert Deine Zielgruppe in der gewünschten Weise und worauf nicht? 
• Bist Du überhaupt dort, wo sich Deine Zielgruppe aufhält? Was sagt die Statistik Deines Social-Media-Accounts darüber? 
• Mit wem agierst oder netzwerkst Du? Welche Vorteile oder Nachteile ergeben sich daraus? 
• Was musst/kannst Du verbessern, um viele Nutzer zu erreichen und zu Interaktionen zu bewegen? 

Hast Du bereits begonnene Social-Media-Aktivitäten längere Zeit vernachlässigt, verschaffe Dir zunächst einen Überblick, wo Du überhaupt noch angemeldet bist. Stelle Dir dann für jeden existierenden Account die Frage, ob es sich lohnt, diesen wiederzubeleben. Wichtige Aspekte sind: 

• Nutzt meine Zielgruppe dieses Medium? 
• Kann ich mein Unternehmen, meine Produkte oder Dienstleistungen hier angemessen darstellen? 
• Kann ich meine Reichweite erhöhen und Nutzer auf meine Website weiterleiten? 
• Kann ich mein Fachwissen oder meine Kompetenzen hier sinnvoll abbilden? 
• Welche Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme bietet das Netzwerk? 

Erweitere Deine List auch um soziale Medien, in denen Du noch nicht angemeldet bist. Damit Du die genannten Aspekte beurteilen kannst, ist es wichtig, dass Du Dich mit den verschiedenen Medien auseinandersetzt. Welche Art von Beiträgen lassen sich dort überhaupt hochladen? Welche Nutzergruppen finden sich dort? Wann sind die besten Zeiten, um dort aktiv zu werden? Hilfreiche Informationen zu den Statistiken findest Du beispielsweise hier.

Über entscheidende Merkmale verschiedener Social Media, die für die Planung Deiner Social Media Marketing Strategie wichtig sind, sprechen wir im folgenden Abschnitt. Vorher aber noch ein Tipp: Wenn Du schon dabei bist, alte Accounts zu überprüfen, achte auch darauf, ob Fake-Accounts für Dein Unternehmen existieren oder ob jemand beispielsweise in Deinem Namen eine Facebook-Seite erstellt hat und melde Dich dann selbst an, damit Du die Rechte daran zurückerhältst. 

 

Social Media Plattformen und ihre Eigenheiten

Es ist eine Sache, sich über Statistiken zu informieren, in welchen sozialen Netzwerken Du am ehesten auf Deine Zielgruppe triffst. Eine andere ist es, herauszufinden, wie es sich in einem bestimmten Netzwerk überhaupt kommunizieren und interagieren lässt. 

Allen sozialen Netzwerken gemein ist, dass sie sehr stark auf visuelle Kommunikation ausgerichtet sind – Twitter einmal ausgenommen. Dass YouTube ein Videokanal ist, weißt Du, hier agierst Du über entsprechende Inhalte, in dem Du unterhaltsame oder informative Videos hochlädst. Beliebt sind auch Erklärvideos. YouTube ist dagegen kein Kanal, über den Du mit Deinen Nutzern in einen intensiven Dialog treten oder über den Du Inhalte posten kannst, die sich schlecht visualisieren lassen. 

Facebook gehört zu den großen Netzwerken von internationaler Bedeutung – die Frage ist nur, ob das für Dich überhaupt relevant ist. Auf Facebook kannst Du entweder kurze illustrierte (Grafiken, Bilder) Beiträge hochladen oder aber auf Beiträge aus Deinem Blog mit einem Vorschaubild verlinken. Darüber hinaus lassen sich Anzeigen schalten oder weitere Interaktionen einbinden. So können Nutzer Dich beispielsweise über das Anklicken Deiner Telefonnummer direkt erreichen oder eine Reservierung oder Terminvereinbarung für Dein Unternehmen tätigen. Auch ein Shop-now-Button lässt sich auf einer Facebook-Unternehmensseite integrieren. Facebook wird sehr stark für das Teilen von Inhalten, für Diskussionen und Kommentare und für gesellschaftliche Debatten genutzt. 

Instagram ist vor allem bei Kreativen beliebt, aber die Zeiten, in denen hier ausschließlich hochwertige Fotografien geteilt wurden, sind längst vorbei. Es lassen sich auf Instagram auch Storys oder Videos einstellen. Darüber hinaus gibt es immer mal wieder neue Trends und Filter, mit denen Du Dich befassen solltest. Insgesamt ist Instagram gut geeignet, um kurze visuelle Statements zu posten, die beeindrucken und Neugier wecken. Das können auch kurze Wortbeiträge oder Grafiken sein – hier muss aber die Qualität stimmen und solche Beiträge sollten über ihre Gestaltung einen gewissen Wiedererkennungswert besitzen. Denke auch daran, dass Instagram vor allem über mobile Geräte genutzt wird. Diskussionen und Debatten halten sich auf Instagram im Vergleich zu Facebook eher in Grenzen. Ob Deine Inhalte gefallen oder nicht, siehst Du an den wechselnden Nutzerzahlen. Dein Blog oder Deine Website kannst Du in den Beiträgen nicht direkt verlinken (bezahlte Ads ausgenommen), Du kannst aber in der „Bio“ (Deinem Profil) Links einbinden. Wesentlich für die Verbreitung Deiner Beiträge und die Steigerung Deiner Reichweite ist es auf Instagram, die richtigen Hashtags zu finden, die Du ihnen zufügst. Über die Suchfunktion kannst Du Dich mit den Hashtags vertraut machen. Instagram ist wie YouTube ein soziales Netzwerk, das sehr stark von Influencern genutzt wird, um Markenbotschaften zu verbreiten. Ziehst Du eine solche Möglichkeit in Betracht, solltest Du Dich auch mit den rechtlichen Grundlagen befassen. Gleiches gilt für Gewinnspiele, die sich ebenfalls in Deine Social Media Marketing Stratege – auf allen Kanälen – einbinden lassen. 

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist bekannt dafür, dass er von Bloggern und Journalisten stark genutzt wird, die schnell wichtige Informationen verbreiten wollen. Aber auch Twitter hat aufgrund seiner Beliebtheit einen rasanten Wandel erfahren, sodass hier neben politischen Statements Kochrezepte getauscht und witzige oder kreative Konversationen geführt werden. Um hier erfolgreich zu sein, ist es besonders wichtig, dass Du eine Tonalität findest, die zu Dir und Deiner Zielgruppe passt und dass Deine Nachrichten nicht allzu beliebig ausfallen. 

Überhaupt solltest Du bei all Deinen Beiträgen in den sozialen Netzwerken immer überdenken, ob sie zu Deiner Social Media Marketing Strategie passen. Wähle einen inhaltlichen Bezug zu Deinem Unternehmen, stelle das Unternehmen selbst aber nicht zu sehr in den Vordergrund. Es sei denn, Du hast wichtige und spannende Neuigkeiten darüber zu vermelden. Es geht darum, Themen und Beiträge zu posten, die Deine Nutzer interessieren und die Dich und Dein Angebot kennzeichnen. Frage also stets: 

• Welchen Wert oder Nutzen hat dieser Beitrag für meine Zielgruppe? 
• Welchen Wert oder Nutzen hat dieser Beitrag für mein Unternehmen? Kann er dazu führen, neue Leads zu generieren? 

Anders gesagt: Es ist schön, wenn Du aus dem letzten Spanien-Urlaub faszinierende Aufnahmen mitgebracht hast. Und Du darfst auch ruhig mal welche posten – denn das hebt Deine menschliche Seite hervor. Es nützt Dir nur nichts, wenn Du darüber 100 neue Follower generierst, die an Spanien, nicht aber an Deinem Geschäftsfeld interessiert sind. Aber das ist ohnehin klar, oder? 
 

Erstellung eines Redaktionsplans und Auswahl eines Hilfetools

Hast Du alle bisher genannten Maßnahmen umgesetzt, geht es an die konkrete Planung Deiner Social Media Marketing Strategie, genauer an die Erstellung eines Redaktionsplans. Bis hierhin musst Du also entschieden haben, 

• welche Netzwerke Du 
• mit welchen Inhalten/Beitragsarten 
• in welchen (regelmäßigen) Abständen 
• und mit welcher Zielsetzung bedienen willst. 

Du erstellst also einen Kalender, in dem Du diese und gegebenenfalls weitere Informationen wie die verantwortliche Person oder den Status der geplanten Veröffentlichung notierst. Von Vorteil ist es, wenn Du schon einige Beiträge vorbereitet hast, sodass Du nicht in Verzug gerätst. 

Bist Du fit in Excel, kannst Du Dir selbst eine Tabelle anlegen. Einfacher geht es, wenn Du für Deinen Redaktionsplan ein Tool wie Buffer nutzt. Lege Dir vorab einfach schon mal die kostenlose Testversion von Buffer (oder einem anderen Tool zu), damit Du damit vertraut bist, wenn der große Tag der ersten neuen Veröffentlichung endlich gekommen ist. 

Ideen für Inhalte hast Du sicher schon während Deiner Recherchen und Vorbereitungen gesammelt. Orientiere Dich auch an Jahreszeiten, Festtagen, Urlaub, besonderen Events oder dergleichen, an allem, was für Deine Zielgruppe wichtig sein könnte und was ein wenig Struktur in den Plan bringt. 

Vielleicht legst Du bestimmte Tage für bestimmte Themenschwerpunkte fest – diese Methode ist auf Instagram sehr beliebt. Denke zudem daran, dass Dein Unternehmen selbst repräsentiert, aber nicht allein im Mittelpunkt stehen sollte. Binde auch spannende Inhalte anderer Webseiten, Netzwerkpartner oder von Personen ein, die in einem Zusammenhang mit Deinem Unternehmen stehen. Ab und zu darfst Du dann auch ruhig mal ein Produkt oder eine Dienstleistung direkt bewerben – solche Posts sollten aber nicht mehr als 20 % ausmachen. 

 

Nach dem Plan ist vor dem Plan: Social Media Marketing Strategie umsetzen und verfeinern

Natürlich ist es wunderbar, wenn Deine Beiträge, in die Du nun so viel Arbeit investiert hast, vielen Menschen gefallen. Sollte das für alle Deine Beiträge sofort der Fall sein, bist Du ein Marketing-Genie und wir bieten Dir gern einen Platz in unserer Agentur an! Realistischer ist es aber, davon auszugehen, dass nicht alles, was Du postest, sofort Begeisterungsstürme auslöst. 

Verdeutliche Dir daher, dass es zu den üblichen Verfahrensweisen gehört, die eigene Social Media Marketing Strategie immer wieder zu überprüfen und sich dem Erfolg auf agile Weise anzunähern. Agil bedeutet hier: Du unterscheidest zwischen Deinen (klar definierten) Zielen und der Art, wie sie strategisch und taktisch zu erreichen sind. Führt etwas nicht zum Erfolg, nimmst Du immer wieder Anpassungen vor und orientierst Dich dabei an Deinen Stärken. 

Damit das alles nicht auf einer rein gefühlsmäßigen Basis passiert, kannst Du zwei Hilfsmittel nutzen: 

a) den sogenannten A/B-Test, das heißt, du lädst zwei Varianten eines Beitrags hoch und schaust dann, welcher bessere Ergebnisse erzielt. Alternativ kannst Du auch mit verschiedenen Tageszeiten oder Wochentagen experimentieren. 

b) Du setzt UTM-Parameter ein, um genau auswerten zu können, wer bestimmte Beiträge liked und sich davon über Links zu Deinem Angebot weiterleiten lässt. 

UTM-Parameter sind besonders hilfreich, wenn Du größere Kampagnen (zum Beispiel Rabattaktionen, begrenzte Angebote) startest und schon eine Community aufgebaut hast, die nicht mehr ganz so leicht zu überschauen ist. Das Tracking der erweiterten Links erfolgt über Google Analytics – dort erfährst Du auch, wie und mit welchen Parametern Du dieses Verfahren im Einzelnen anwendest. 

So weit, so gut. Du hast jetzt jede Menge Informationen erhalten, wie sich eine Social Media Marketing Strategie konzipieren und umsetzen lässt. Nimm Dir die Zeit, die es braucht, bis Deine Strategie steht. Niemand kann das alles an einem Tag umsetzen. Aber bedenke auch: Die sozialen Medien sind wichtige Instrumente für ein erfolgreiches Marketing. Selbst dann, wenn Du nur ein stationäres Ladengeschäft betreibst. 

Benötigst Du weitere Hilfe bei der Entwicklung Deiner Social Media Marketing Strategie oder bei deren Umsetzung, stehen wir natürlich auch als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung!

Vielen Dank!

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